Ich hab lange überlegt, welcher Titel passen könnte, ohne dass es zu beleidigend klingt.
Die, dich mich kennen, wenn ich erst mal in mein emotionales Hoch komme, um nicht zu sagen, in Rage bin, wissen, wie ich mich jetzt normalerweise auszudrücken pflege. Daher fällt es mir außerordentlich schwer einen geeigneten Titel zu finden. Ganz bewusst verzichte ich auf political correctness in Bezug auf gender main streaming um meine beiden Mitbewohner gleich zu stellen (obwohl dem nicht so ist!!!). Ich werde von beiden in männlicher Form schreiben. Wohlgemerkt, es gibt einen Franzosen und eine Belgierin.
Weiters werde ich mich auch bemühen, sachlich zu bleiben, Fakten aufzuzählen und nicht meiner kriegerischen Laune verfallen...
Schon seit längerer Zeit kann ich beobachten, wie die Küche und teilweise auch das Badezimmer in einen ekelerregenden Zustand übergehen. Dank meines natürlichen Instinktes (ich bin ja weiblich ;) ) und der Mithilfe einer meiner Mitbewohner (oder zwei, wenn man Benjamin auch dazuzählt) und der von mir vergötterten Putzfrau hält sich die Verschmutzung und die Unordnung in Grenzen und wir schaffen es immer wieder hygienische Normen zu schaffen, zeitenweise.
Ich habe schon mehrmals Beweisaufnahmen in Form von digitalen Fotos gemacht, nur um sicher zu gehen, dass ich nicht übertreibe und mir nichts einbilde. Des weiteren wurden von Benjamin und mir Maßnahmen getroffen, um zumindest unser Hab und Gut nicht in das Verderben zu stoßen (wir nehmen Geschirrtuch und Abwaschfetzen, sowie ein paar Kochutensilien immer wieder mit ins Zimmer). So viel zur Vorgeschichte, kommen wir schön langsam zum Punkt (Betonung liegt auf langsam!).
Am 22. März 2008 begannen die zweiwöchigen belg. Osterferien und das Haus war leer. Herrlich, endlich blieb es sauber, auch wenn die Putzfrau während dieser Zeit nicht kam. Mit 6. April 2008 zog ein Mitbewohner wieder ein, der andere ließ sich nicht blicken. Oh Wunder... es blieb sauber und ordentlich und die Putzfrau trug dazu bei, das Niveau noch anzuheben! :)
Mit 13. April 2008, mit der Rückkehr des 2. Mitbewohners, begann wieder das alte Spiel, ich hatte schon Gräuel davor.
Der Montag war noch nicht so schlimm, lediglich ein benutzer Löffel, ein beschmutzter Tisch und die Abtropftasse voll mit teils schmutzigem teils halb abgewaschenem Geschirr. Ich ließ alles liegen, machte nur meinen Bereich sauber. Abends wurde dann auch Benjamin wütend, weil dieser bestimmte Mitbewohner sein gesamtes Essen einfach liegengelassen hat, überall verteilt, teilweise sogar in der Abwasch.
Mein Dienstagmorgen begann wunderbar, ich gehe ins Bad, und was seh ich da? Och, nur so eine kleine Rotzspur am Waschbecken... *umdenFotoapparatlauf* Die Küche unverändert seit Montagmorgen (Löffel mit Sauce liegt noch immer am Tisch, Geschirr in der Abtropftasse unverändert schmutzig).
Endlich zu heute, Mittwoch: Ich komme nach meiner Dusche in die Küche, der Mikrowellengriff voll Tomatensauce, der Kühlschrankgriff ebenso. Ich geh weiter. In der Abwasch steht sein Teller mit Essensresten, die Arbeitsfläche neben der Abwasch ist vollgekleckert mit Sauce, in der Abtropftasse liegen 2 sichtlich benutzte Gabeln (jetzt ist gar kein Platz mehr für sauberes Geschirr), ein paar Käsereste am Boden.
Gut, jetzt muss es RAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUS!
Nachdem besagter Mitbewohner nach mir ins Bad gehüpft ist, stell ich mich vor die Tür und warte. Lustig was der da so alles macht... *gg* Singen, Selbstgespräche und weiß Gott was.
Nach seeeeeehr langer Zeit, öffnet er endlich die Tür, sichtlich erschrocken über meine Anwesenheit. Gut so! Ich bat ihn, in meinem besten Französisch mir 3 Minuten seiner wertvollen Zeit zu schenken (Benjamin ist ja der Meinung, dass er es immer so eilig hat und deswegen oft keine Zeit hat für diverse Aufräum-/Putzarbeiten). Freundlich wie er ist, folgte er mir in die Küche und ich erklärte ihm auf Französisch, worum es ging. Nachdem mir mit der Zeit aber die Worte fehlten, fragte ich ihn, ob er Englisch versteht und wechselte nach seinem "ja" zu selbigem. Ich zeigte also auf die Arbeitsplatte und bat ihn, dass das nächste Mal sauberzumachen. Seine Antwort (frei übersetzt): "Wenn ich es sehe, mache ich es."
Es war reine Boshaftigkeit meinerseits, dass ich daraufhin den Mund offen stehen ließ und ungläubig fragte (wieder frei übersetzt): "Du siehst das nicht?" Wäre ich hilfsbereit und nächstenliebend hätte ich ihn vermutlich gefragt ob er eventuell farbenblind ist oder eine anderwertige Sehbehinderung hat, wodurch er solche Verschmutzungen nicht wahrnimmt.
Danach machte ich ihn auch noch darauf aufmerksam, dass ich nicht einmal mein Geschirr abwaschen kann, weil er mit seinem benutzen alles blockiert. Er vergewisserte sich, dass dem auch so sei und sagte kein Wort. Ich erklärte ihm noch einmal, dass es nicht notwendig sei, weil es mich schon am Morgen wütend machte und entließ ihn mit den Worten "Have a nice day!" Er murmelte noch etwas und verschwand in sein Zimmer. Daraufhin machte wieder einmal ich die Küche halbwegs sauber (heute kommt Gott sei Dank die Putzfrau) und wagte einen Blick ins Badezimmer.
Dieser *piiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep* (=netter Mensch) hat doch tatsächlich beide meiner Handtücher benutzt!!! Ich wollte mich nicht weiter vergewissern, ob das Klo damenbenutzerinnenfreundlich ist... ich verkneif es mir einfach bis heute am Abend, wenn die Putzfrau schon da war!
Ich wollte ihn aber nicht noch einmal stören und so beschloss ich in Ruhe mein Frühstück zu genießen, um ihm dann später mit Genuss,von meinem Zimmer aus, zu zu sehen, wie er (wie immer) in Hast das Haus verlässt.
Um nicht noch weiter auszuholen und ein paar weitere Details am/vom Rande aufzuzählen, bedanke ich mich für eure Aufmerksamkeit und für euer Durchhaltevermögen.
Man möge mir meinen zynischen Sarkasmus verzeihen, falls vorhanden!
;p
Mittwoch, 16. April 2008
Mitbewohner
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Kordula
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Friseur
So, gestern war ich beim Friseur. Es gab von Olivier Dachkin eine Aktion: 23€ für shamp brush coupe - sans rendez-vous.
Das hab ich genutzt, bin nach meinem Sprachkurs einfach hin, bin auch sofort drangekommen. Die Haarwäsche war etwas grob, kein Vergleich zu der Massage bei meinem Friseur in Graz. Das Wasser war heiß, ohne Vergewisserung der jungen Dame, ob es mir wohl so angenehm sei (auch kein Vergleich zu meinem Friseur in Graz).
Dann gings ans Schneiden. Meine Ohren wurden beim Kämmen malträdiert, 1x kam ein "Pardon!". Ok... die halbe Zeit durfte ich im Stehen verbringen, damit Madame gut schneiden konnte.
Also letzten Endes schauts jetzt so aus, dass sie kein Englisch sprach, ich nur spärlich Französisch, daher sind die Haare jetzt etwas kürzer als erwünscht, aber dennoch schauts ganz gut aus. Gott sei Dank wachsen sie ja wieder nach. :)
Aber ich war rucki-zucki fertig. Um 16:30 war mein Sprachkurs aus und um 17:30 war ich daheim. Inzwischen war ich beim Friseur...
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Kordula
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11:16
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Donnerstag, 10. April 2008
Grießschmarrn
Juhu!
Ich hab ja kein Rohr, aber Mama hat gemeint, dass es auch ganz gut in der Pfanne geht.
Also hab ich das heute mal probiert... *grml*
Ich heb den Deckel auf und verbrenn mir die Finger. Super. Ich dreh das kalte Wasser auf zum Kühlen und es kommt nur heißes. Toll. Ich hol mir eine Butter aus dem Tiefkühlfach und hantier weiter. Grießschmarrn ist unten dunkelbraun bis schwarz und oben noch milchig. Mmmh!
Aber... es schmeckt nicht so schlecht.
Werd ich vielleicht wieder mal machen, aber das mit dem Deckel aufmachen muss ich noch perfektionieren... :)
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Kordula
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12:00
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Dienstag, 8. April 2008
Märkte
Nachdem es Frühling wird, hoffe ich, dass das Gemüse auch in Belgien zu wachsen beginnt und ich frisches Gemüse der Saison von den hier ansässigen Bauern kaufen kann.
Zufällig bin ich heute im Internet auch auf noch auf diese Seite gestoßen, wo in einem PDF alle (Lebensmittel-)Märkte von Brüssel aufgelistet sind. Und wer jetzt nicht weiß, wo welche Kommune ist, bitte, hier ein Bild davon.
Ich muss sagen, dieser Zufall ist echt SUPER!!! Weil sonst wär ich morgen umsonst zum Stokkeler-Markt gefahren, der ist nämlich am DI und nicht am MI! *lol*
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Kordula
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21:15
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Labels: Brüssel, Leben in Belgien
100% Mie
Benjamin und ich versuchen Abwechslung in das Weißbrot hier zu bekommen, jetzt haben wir uns einen Toast gekauft mit 100% Mie. Und siehe da, die sich sonst so umständlich ausdrückenden Franzosen haben hier ein Wort für etwas, wofür wir deutschsprachigen nur eine Umschreibung haben! :)
100% Mie heißt ohne Kruste/Rinde, 100% Inneres vom Brot
Schmeckt eigentlich ganz gut, ein bissl teigig, aber ohne Rinde. *gg* Fragt sie nur, was sie mit der machen, wenn sie die wegschneiden, weil Semmelwürfel gibt es hier auch keine...
Hier ein PDF (engl) über die Firma, die besagtes Brot herstellt und hier noch die französische Seite der Firma (über "les produits" - "Les pains" - "100% Mie" kommt man zu dem Spezialbrot).
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Kordula
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10:24
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Sonntag, 6. April 2008
Travel bug gefunden!
Ihr wisst ja schon aus den vergangenen Beiträgen (1, 2) was Geocaching ist. Gestern besuchten wir wieder einen neuen Gecache (5km entfernt, natürlich zu Fuß). Wie üblich hat es nach 2km zu regnen begonnen ;-), was uns aber (ebenfalls wie üblich) egal war. Der Cache war eigentlich einfach zu finden, der Regen scheint die Tarnung weggewaschen zu haben...
Dort haben wir dann diesen Travelbug gefunden:
Travelbugs sind kleine Dinge (Figuren, Münzen, ...) welche eine eindeutige Nummer haben und von Versteck zu Versteck mitgenommen werden. Dadurch reisen sie weite Strecken und sammeln dabei optimalerweise auch Fotos von den verschiedenen Plätzen wo sie schon waren. Manche haben ein ganz spezielles Ziel (z.B. "Ich will nach Australien") andere keines. Der Travelbug den wir gefunden haben kommt aus Amerika und hat schon so etwa 10000 km auf dem Buckel ;-). Wir werden ihn Anfang Mai nach Brügge mitnehmen und dort in einem anderen Cache platzieren.
Und damit jetzt keiner glaubt, Geocaching wäre weit weg, werde ich mal ein paar Orte von Gecaches aufzählen, die manchen Lesern dieses Blogs bekannt vorkommen dürften:
Weissenbachl (2x), Hoher Kogel, Kaiserschild (Karte)
Wörschachwald, Spechtensee, Gindlhorn, Grimming (Karte)
Tomsche Ort, Vasoldsberg, Aschenbach, Nestelbach (Karte)
Es wird uns also auch nicht fad, wenn wir wieder zu Hause sind ;-)
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h32k1h5khjk6436
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18:25
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Samstag, 5. April 2008
Lob
Ich muss jetzt endlich einmal ein großes Lob aussprechen... ich bin jetzt schon länger als ein halbes Jahr im Ausland und nun ist es an der Zeit ein paar Leute zu loben.
Man muss sich nämlich vorstellen, dass sich meine Mum (ich nehme jetzt mal an, extra für mich) im ICQ angemeldet hat! Und sogar meine Oma (väterlicherseits) ist über mein Blog bestens informiert... ich nehme an, auch Opa wird hin und wieder schmökern. ;) Das dabei ein wenig geschummelt wird, wird jetzt nicht verraten, aber meiner Taufpatin sei hier auch mal ein großes DANKE ausgesprochen, dass sie hier nachhilft.
Leider outen sich nicht alle, daher kann ich mich nicht bei allen bedanken. Haha, selber schuld! :p
Aber ein paar Freunde kommen auch noch dazu, immerhin schaffen es ein paar, mich am Laufenden zu halten (merci de Frohnleiten & tack så mycket i Gratkorn & gratias ago in Innere Stadt aut Jakomini?) und selbige es auch noch schaffen mir sms auf meine belgische Handynummer zu schicken! :)
Das schafft auch meine Verwandschaft (Mum, Klemi, Tini, Hari, Tom, Knut, Elke, Claudsch, ...), freut mich echt!
So, das musste ich mal loswerden! :)
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Kordula
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20:30
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